Leadership heißt, den Markt aktiv zu gestalten.
Wie marbet und prio die Live-Komunikation neu denken.
Wenn zwei etablierte Player der Eventbranche zusammengehen, ist die Schlagzeile schnell geschrieben: Übernahme, Wachstum, Expansion. Doch im Kern geht es um etwas anderes: um strategische Weiterentwicklung.
Der Markt für Live-Kommunikation verändert sich rasant. Kunden erwarten internationale Skalierbarkeit, technologische Exzellenz und messbare Wirkung. Mit der Integration von prio gewinnt marbet zusätzliche Beratungstiefe im Corporate-Event-Bereich und starke Berliner Innovationsimpulse.

Im Interview


Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum von marbet haben wir den Zusammenschluss unserer Agenturen bekannt gegeben. Überwiegt die strategische Erleichterung oder die operative Vorfreude?
Ralph Herrmann: Es ist eine Kombination aus beidem. Strategisch ist der Schritt für marbet ein Meilenstein, da wir unsere Präsenz in der Hauptstadt Berlin nun mit einem exzellent aufgestellten Team erweitern. Wenn zwei Einheiten zusammenkommen, die sich bereits über 15 Jahre in der Zusammenarbeit für anspruchsvolle Kunden wie die Siemens AG bewährt haben, entfällt die Phase des vorsichtigen Abtastens. Wir sind sofort voll handlungsfähig.
Thorsten Jakobs: Dem kann ich nur zustimmen. Das Gefühl ist sehr positiv, da wir nun die strukturelle Kraft eines Marktführers nutzen können, um uns noch intensiver auf unsere Kernkompetenz zu konzentrieren: die strategische Beratung und erstklassige Durchführung komplexer Corporate Events.
Ralph, marbet gehört zu den Top-3-Agenturen in Deutschland. Was bringt die Expertise von prio konkret in das Portfolio ein, das marbet nicht bereits selbst abdeckt?
Ralph Herrmann: Größe allein generiert noch keinen Mehrwert für den Kunden. Wir suchen gezielt nach komplementärer Expertise. prio hat eine kreative Dynamik, gepaart mit dem Standort Berlin. Das ist eine perfekte Ergänzung zu unserer Full-Service-Kompetenz und unserer globalen Power. Wir kaufen nicht einfach Marktanteile, wir erwerben spezifische Exzellenz.
Thorsten, was hat dich überzeugt, die Eigenständigkeit gegen die Struktur von marbet und der Würth-Gruppe einzutauschen?
Thorsten Jakobs: Mein Ziel war es, meinem Team und unseren Kunden eine langfristige Sicherheit und neue Entwicklungshorizonte zu bieten. marbet bietet uns den Rückenwind, ohne unsere DNA als kreative Einheit anzutasten. Es ist eine Partnerschaft, die uns administrativ entlastet und kreativ beflügelt.
Ralph, wo siehst du den gemeinsamen Verbund in den nächsten zwei bis drei Jahren?
Ralph Herrmann: Wir wollen die Benchmark für ganzheitliche Live-Kommunikation in Deutschland setzen. Die Verbindung aus der Stabilität eines Weltkonzerns und der Innovationsfreude einer Hauptstadt-Agentur ist ein Alleinstellungsmerkmal, das unsere Marktposition nachhaltig festigen wird.